Track 18: Gestaltung, Management und Auswirkungen von KI-basierten Systemen

Die raschen Entwicklungen im Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI), die Verfügbarkeit von immer mehr Rechenleistung und die exponentiell wachsenden Datenmengen ermöglichen den Einsatz KI-basierter Systeme in vielen neuen Anwendungsszenarien. KI-basierte Systeme sind allgegenwärtig und Menschen interagieren mit ihnen sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Kontext. Wir fragen Alexa morgens wie das Wetter heute wird, Google Maps navigiert uns zur Arbeit, ein intelligentes System auf der Arbeit sagt uns, dass eine Maschine gewartet werden muss, und abends schlägt uns Netflix ein für uns passenden Film vor. In all diesen Anwendungsszenarien interagieren wir mit KI-basierten Systemen. Darüber hinaus ermöglichen KI-basierte Systeme vielfältige Chancen für die gesamte Wirtschaft und besonders für diejenigen Unternehmen, die es schaffen die wirtschaftlichen Potenziale von KI für sich zu nutzen.

Im Gegensatz zu der Vielzahl von Chancen, welche KI-basierte Systeme für einzelne Individuen, Unternehmen oder die Gesellschaft mit sich bringen, müssen auch Risiken und potenzielle Gefahren berücksichtigt werden. Während KI-basierte Systeme immer komplexer und in manchen Bereichen (z.B. in der medizinischen Diagnostik) Menschen schon bald überlegen sein werden, sorgen sich Forscher und die Öffentlichkeit auch um mögliche negative Auswirkungen in ethischer, rechtlicher und sozialer Hinsicht. Viele KI-basierte Systeme und ihre zugrundeliegenden Algorithmen sind nicht transparent genug, um einen möglichen Missbrauch oder systematische Fehler erkennen oder verhindern zu können. Die Intransparenz KI-basierter Systeme kann dazu führen, dass Nutzer wissentlich oder unwissentlich diskriminiert oder manipuliert werden. KI-basierte Systeme müssen daher besonders sorgfältig konzipiert und implementiert werden, um unerwünschte Auswirkungen oder einen Missbrauch zu verhindern.

Mögliche Themenfelder

Dieser Track möchte die WI-Community einladen, Beiträge zur Gestaltung, dem Management und den Auswirkungen von KI-basierten Systemen auf individueller, organisatorischer und gesellschaftlicher Ebene einzureichen. Er ist offen für alle Methoden und Arten von Beiträgen, die folgende oder verwandte Themen adressieren:

  • KI-basierte Assistenzsysteme (für Endnutzer und Unternehmen)
  • Systeme auf Basis hybrider und erweiterter KI
  • Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI-basierten Systemen (Human-in-the-Loop)
  • Entwicklung, Gestaltung und Implementierung von KI-basierten Systemen
  • Vertrauen und Misstrauen in KI-basierte Systeme (Vertrauenswürdige KI)
  • Erklärbarkeit und Transparenz von KI-basierten Systemen
  • Operative und strategische Auswirkungen von KI-basierten Systemen in Unternehmen
  • Nachteile KI-basierter Systeme: Verzerrungen, Diskriminierung und Ablehnung
  • Praktischer Einsatz von KI-basierten Systemen in Organisationen (z.B. KI und Produktinnovation, KI und Kundenbetreuung, KI und Marketing, KI und Prozessoptimierung)
  • Wirtschaftliche Potentiale von KI-basierten Systemen (z.B. neue Geschäftsmodelle durch den Einsatz KI-basierter Systeme)
  • Ethische, rechtliche und soziale Implikationen von KI-basierten Systemen
Prof. Dr. Alexander Benlian

Prof. Dr. Alexander Benlian Technische Universität Darmstadt

Alexander Benlian ist Professor für Information Systems & E-Services an der Technischen Universität Darmstadt. Zuvor promovierte und habilitierte er sich an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In seiner Forschung untersucht er die Digitale Transformation von Unternehmen, Algorithmic Management in Plattform-basierten Geschäftsmodellen und KI-basierte Systeme. Seine Arbeiten wurden in führenden akademischen und praxisorientierten Zeitschriften, wie unter anderem MIS Quarterly, Journal of Management Information Systems, Journal of Service Research, Entrepreneurship Theory and Practice, MIS Quarterly Executive und Business & Information Systems Engineering veröffentlicht. Er ist Senior Editor des European Journal of Information Systems.

Dr. Benedikt Berger

Dr. Benedikt Berger Ludwig-Maximilians-Universität München

Benedikt Berger ist Akademischer Rat am Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dort promovierte er im Fach Betriebswirtschaftslehre, nachdem er einen M.Sc. in Management an der Universität Mannheim erworben hatte. Zudem war er als Gastwissenschaftler im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes an der HEC Montréal, Kanada tätig. In seiner Forschung befasst er sich mit KI-basierten Informationssystemen sowie digitalen Geschäfts- und Erlösmodellen insbesondere für Medienunternehmen. Seine Arbeiten wurden im Journal of Management Information Systems, Electronic Markets, Business & Information Systems Engineering und in verschiedenen internationalen Tagungsbänden veröffentlicht.

Jun.-Prof. Dr. Stefan Morana

Jun.-Prof. Dr. Stefan Morana Universität des Saarlandes

Stefan Morana ist Juniorprofessor für BWL, insb. Digitale Transformation und Wirtschaftsinformatik an der Universität des Saarlandes. Er hat Informatik an der Hochschule Darmstadt studiert und an der Universität Mannheim in Wirtschaftsinformatik promoviert. In der Forschung konzentriert er sich auf die Gestaltung interaktiver Systeme und methodische Aspekte der gestaltungsorientierten Forschung. Seine Arbeiten sind unter anderem im Journal of the Association for Information Systems, Decision Support Systems, International Journal of Human-Computer Studies, Business & Information Systems Engineering, und Communications of the Association for Information Systems veröffentlicht.

Prof. Dr. Martin Wiener

Prof. Dr. Martin Wiener Technische Universität Dresden

Martin Wiener ist Professor für Wirtschaftsinformatik und Business Engineering an der TU Dresden und assoziierter Forscher an der Universität Erlangen-Nürnberg und dem Stockholm School of Economics (SSE) Institute for Research in Schweden. Seine Forschung fokussiert auf die Steuerung und Governance von digitalen Transformationsprojekten, das algorithmische Management von Arbeitskräften sowie datengetriebene Geschäftsmodelle und wurde in international führenden Fachzeitschriften – wie z. B. Information Systems Research, Journal of Management Information Systems und MIS Quarterly – veröffentlicht. Martin ist derzeit Associate Editor für das Information Systems Journal und Mitglied des Editorial Review Board des Journal of the Association for Information Systems und Information & Management. Er ist außerdem Co-Program Chair für die European Conference on Information Systems (ECIS) 2022 in Timișoara, Rumänien.

Associate Editors

  • Martin Adam (Technische Universität Darmstadt)
  • Philipp Ebel (Universität St. Gallen)
  • Andreas Fink (Helmut-Schmidt-Universität/UniBw Hamburg)
  • Burkhardt Funk (Leuphana Universität Lüneburg)
  • Benjamin van Giffen (Universität St. Gallen)
  • Thomas Hess (Ludwig-Maximilians-Universität München)
  • Peter Hofmann (Universität Bayreuth)
  • Andreas Holzinger (Medizinische Universität Graz)
  • Christian Janiesch (Technische Universität Dortmund)
  • Ekaterina Jussupow (Universität Mannheim)
  • Wolfgang König (Goethe-Universität Frankfurt)
  • Mathias Kraus (Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg)
  • Niklas Kühl (Karlsruher Institut für Technologie)
  • Sascha Lichtenberg (Technische Universität Dresden)
  • Cristina Mihale-Wilson (Goethe-Universität Frankfurt)
  • Nicolas Pröllochs (Justus-Liebig-Universität Giessen)
  • Jana Rehse (Universität Mannheim)
  • Matthias Schumann (Georg-August-Universität Göttingen)
  • Patrick Zschech (Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg)