Prototype Track

Wir laden Sie herzlich dazu ein, prototypische Implementierungen innovativer IT-Artefakte einzureichen. Der Prototype Track bietet die Möglichkeit, funktionsfähige IT-Artefakte unterschiedlichster Ausprägungsformen während der Konferenz live zu demonstrieren und mit Forschern und Praktikern zu diskutieren. Als Einreichungen akzeptieren wir Kurzbeiträge, die durch ein begleitendes Demonstrationsvideo ergänzt werden. Akzeptierte Beiträge werden in der AIS Electronic Library veröffentlicht und in einer eigenen „Prototype“ Session präsentiert.

Beitragsformate

Der Track bietet die Möglichkeit zur Einreichung zwei unterschiedlicher Beitragsformate:

  1. Prototype Excellence: In diesem Format steht die Funktionalität der entwickelten IT-Artefakte im Vordergrund, einschließlich der exzellenten Vorgehensweise bei der Prototypgestaltung und -entwicklung. Die Autoren haben die Möglichkeit, Einblicke in lauffähige Implementierungen aus fortwährenden Forschungsarbeiten zu demonstrieren. Es wird erwartet, dass die Prototypen bereits einer ersten (vorläufigen) Evaluation unterzogen wurden, die jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen sein muss. Autoren werden dahingehend ermutigt, erste Evaluationsergebnisse zu berichten und zu diskutieren.
  2. Prototype Innovation: Beim zweiten Beitragsformat steht der Innovationsgrad des entwickelten Prototyps im Vordergrund, wobei die wissenschaftliche Stringenz beim Design und der Evaluation in den Hintergrund rückt. Die Autoren haben die Möglichkeit besonders innovative IT-Artefakte zu präsentieren, die sich durch ihre Neuartigkeit, kreative und künstlerische Ausgestaltung sowie potenzielle Wettbewerbsfähigkeit auszeichnen. Eine Evaluation des Prototyps muss in diesem Beitragsformat noch nicht zwingend stattgefunden haben. Stattdessen werden IT-Artefakte in sehr frühen Entwicklungsphasen begrüßt.

Anforderungen an die Einreichungen

Die Einreichung von Prototype-Beiträgen erfolgt anhand eines Kurzbeitrags (1) und eines ergänzenden Demonstrationsvideos (2).

  1. Beiträge können auf deutscher und englischer Sprache verfasst werden und sind ausschließlich über das Online-Review-System der Konferenz einzureichen (https://www.conftool.pro/wi22/). Die Beiträge beider Kategorien dürfen eine Länge von 6 Seiten nicht überschreiten (inklusive Titel, Abstract, Anhängen sowie Autorendetails und Danksagungen für überarbeitete Beiträge; exklusive Literaturverzeichnis) und müssen einen Abstract von max. 150 Wörtern sowie drei bis fünf Keywords voranstellen. Die Kurzbeiträge sind in folgenden Formaten einzureichen:
    • Erste Einreichung (anonyme Version zur Begutachtung): pdf-Dokument
    • Finale Einreichung (druckfertige Version): doc-Dokument und pdf-Dokument

    Die ersten Einreichungen müssen genau denen im MS Word (2007, *.doc)-Format definierten Vorlagen entsprechen: https://www.wi22.de/assets/cfp/WI2022%20Template.docx. Die Vorlagen für die finalen Camera-Ready Einreichungen müssen genau denen im MS Word (2007, *.doc)-Format definierten Vorlagen entsprechen. Dies gilt auch für Revise and Resubmit. Zusätzlich sollte in der Ersteinreichung das Beitragsformat (Protoype Excellence vs. Prototype Innovation) oberhalb des Abstracts kenntlich gemacht werden.

  2. Der Kurzbeitrag ist durch ein Demonstrationsvideo zu ergänzen, das eine Dauer von mindestens 2:00 und höchstens 3:00 Minuten umfassen sollte. Darüber hinaus muss das Video mit dem VLC media player Version 3.0.14 abspielbar sein. Die Ersteinreichungen sind anonym vorzunehmen; dies schließt auch das anzufertigende Video mit ein, welches nach erfolgreicher Annahme mit entsprechenden Autoreninformationen und weiteren Angaben angereichert werden kann.

Alle Materialien müssen als eine einzige komprimierte zip-Datei über das Einreichungssystem hochgeladen werden. Falls die zip-Datei das Datenlimit von 200 MB überschreitet, sind die Autoren angewiesen, das Video über einen Link in einem Beiblatt zur Verfügung zu stellen (z.B. durch einen anonymisierten Dropbox-Link). Einreichungen, die diesen Vorgaben nicht entsprechen, werden desk-rejected.

Bei erfolgreicher Annahme des Beitrags ist zusätzlich ein Beiblatt einzureichen, welches die technischen Rahmenbedingungen an die Präsentation des Prototyps spezifiziert (z. B. Platz und verwendete Ausstattung). Ebenso sollte darin enthalten sein, wie das Publikum mit dem Prototyp interagieren kann. Das Dokument kann Bilder und Skizzen enthalten, sofern diese zur Kommunikation erforderlich sind. Diese Materialien dienen lediglich als Organisationshilfe für die Planung der Prototype-Präsentationen und werden nicht in den Konferenzberichten veröffentlicht. Das Beiblatt, für welches es keine spezielle Vorlage gibt, sollte die Länge von 5 Seiten nicht überschreiten. Die Autorinnen und Autoren werden zur Einreichung des Beiblatts gesondert angeschrieben.

Mögliche Themenschwerpunkte

Prototypen können unterschiedlichste Aspekte und Themenfelder der Wirtschafsinformatik adressieren und verschiedensten Anwendungsbereichen zugeordnet sein. Exemplarische, aber nicht ausschließliche Themenschwerpunkt sind zum Beispiel:

  • Business Analytics, Entscheidungsunterstützung
  • Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen
  • Human Computer Interaction, Chatbots, Assistenzsysteme
  • Virtual/Augmented/Mixed Reality
  • Internet of Things, Cyber Physical Systems
  • Robotic Process Automation
  • Gamification
  • Sicherheit und Datenschutz
  • Healthcare und Wellbeing
  • Energy Informatics, Green IT
  • Industrie 4.0/Dienstleistung 4.0/Arbeit 4.0
  • Handel, Supply Chain Management, Logistik
  • Financial Technologies und Blockchain
  • Bildung, E-Learning

Bewertungskriterien

Je nach Ausrichtung des Beitrags ergeben sich differenzierte Schwerpunkte hinsichtlich angesetzter Bewertungskriterien. Die Kriterien können als grobe Struktur zum Aufbau des Beitrags angesehen werden, gelten jedoch nicht als strikte Vorgabe, um entsprechende Freiheiten zu einzuräumen.

  1. Prototype Excellence:
    • Relevanz des praktischen Problems
    • Anwendung wissenschaftlich fundierter bzw. praxiserprobter Vorgehensweisen im Design- und Entwicklungsprozess
    • Anschauliche Darstellung des entwickelten Prototyps (z. B. Funktionsumfang, Architektur, Benutzeroberfläche, etc.)
    • Darstellung (vorläufiger) Evaluationsergebnisse ausgehend von methodisch fundiertem Forschungsdesign
  2. Prototype Innovation:
    • Relevanz des praktischen Problems
    • Abgrenzung zu verwandten Arbeiten/IT-Artefakten
    • Anschauliche Darstellung des entwickelten Prototyps, insb. hinsichtlich des Innovationscharakters
    • Beitrag bzw. Verwertungspotential für Wissenschaft und Praxis
    • Mögliche Weiterentwicklung bzw. weiterer Verlauf des Forschungsprojekts

Prototype-Präsentation und -Demonstration

Akzeptierte Beiträge werden in einer eigenen „Prototype“ Session präsentiert. Die Präsentationen können sowohl auf Deutsch als auch Englisch vorbereitet und vorgetragen werden.

Parallel wird die Gelegenheit geboten, dass die entwickelten Prototypen während der Tagung im interaktiven Austausch mit dem Publikum vorstellt werden. Das Format soll zum Kennenlernen, Ausprobieren, Nachmachen, Diskutieren und allgemeinen Wissensaustausch anregen.

Zusätzlich werden die eingereichten Demonstrationsvideos auf der Konferenz-Webseite bzw. einem dafür eingerichteten WI22-Youtube-Kanal eingebunden und dem Publikum öffentlich zur Verfügung gestellt. Dies dient auch der Absicherung einer anschaulichen Ergebnispräsentation im Fall eines virtuellen Konferenzformats, falls die Pandemiebestimmungen keinen Präsenzbetrieb zulassen.

Die besten Prototypen der beiden Kategorien „Protoype Excellence“ und „Prototype Innovation“ werden zudem live oder mittels Demonstrationsvideos beim Konferenzdinner präsentiert.

Auszeichnungen und Fast-Track-Option

Für die aktive Teilnahme im Prototype Track werden insgesamt drei Auszeichnungen vergeben:

  • Prototype Excellence Award
  • Prototype Innovation Award
  • Best Reviewer Award

Um an den Auszeichnungen der beiden Best Prototype Awards teilnehmen zu können, werden die Autorinnen und Autoren aller Prototype-Beiträge aufgerufen, die Prototypen ihrer Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu begutachten und ihre eigenen Kandidaten für den jeweiligen Award zu bestimmen. Pro Team sollte hierfür mindestens eine Stimme für einen anderen Prototype-Beitrag vergeben werden.

Ausgewählte Beiträge der Kategorie „Prototype Excellence“ werden zudem im Schnellverfahren für eine Veröffentlichung in der Zeitschrift „HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik“ in Betracht gezogen. Eine Garantie zur Annahme ist nicht gegeben, da die Beiträge einen separaten Review-Prozess durchlaufen. Allerdings werden vorab Hinweise und Empfehlungen gegeben, wie sich die Kurzbeiträge zu Vollbeiträgen erweitern lassen.

Zeitplan für den Begutachtungsprozess

Die Zeitplanung richtet sich an den Terminen der regulären, wissenschaftlichen Tracks aus:

  • Letzte Möglichkeit für eine Einreichung (Submission Deadline): 01.09.2021 – 14 Uhr
  • Fast and Constructive AE Feedback: 10.09.2021
  • Abgabe der Reviewer-Gutachten: 10.10.2021
  • Abgabe der AE-Gutachten: 20.10.2021
  • Entscheidung der Track-Chairs: 27.10.2021
  • Information an Autoren: 31.10.2021
  • Einreichung der überarbeiteten Beiträge: 15.11.2021
  • Finale Entscheidung und Information an Autoren: 21.11.2021
Patrick Zschech

Patrick Zschech Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

Patrick Zschech ist Inhaber der Juniorprofessor für Intelligent Information Systems an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Business Analytics, Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz, wobei er sich insbesondere mit der Gestaltung, Analyse, und Nutzung von intelligenten Informationssystemen beschäftigt, die auf Verfahren und Technologien der modernen Datenverarbeitung beruhen (z. B. Deep Learning, Computer Vision, Natural Language Processing, Process Mining).

Prof. Dr. Oliver Müller

Prof. Dr. Oliver Müller Universität Paderborn

Oliver Müller ist Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik insb. Data Analytics an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn. In seiner Forschung befasst sich Oliver Müller mit datengetriebenen Bewertungs- und Entscheidungsfindungsprozessen. Dies umfasst sowohl das Design und die Anwendung von intelligenten Systemen zur Entscheidungsunterstützung, mit einem Fokus auf der Analyse unstrukturierter Daten (Texte, Bilder), als auch Fragenstellungen rund um die Nutzerakzeptanz und den wirtschaftlichen Nutzen solcher Systeme.

Associate Editors

  • Jürgen Anke (Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden)
  • Christian Bartelheimer (Uni Paderborn)
  • Christoph Flath (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)
  • Dominik Gutt (Erasmus University Rotterdam)
  • Kai Heinrich (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)
  • Konstantin Hopf (Universität Bamberg)
  • Christian Janiesch (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)
  • Niklas Kühl (Karlsruher Institut für Technologie)
  • Stefan Morana (Universität des Saarlandes)
  • Dimitri Petrik (Universität Stuttgart)
  • Jana Rehse (Universität Mannheim)
  • Stefan Seidel (Universität Liechtenstein)
  • Jeannette Stark (Technische Universität Dresden)
  • Susanne Strahringer (TU Dresden)
  • Uwe Wieland (Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden)